Juli 2017

WEITERVERRECHNUNGEN UND UMSATZSTEUER

Verrechnet ein Unternehmer Kosten an seine Kunden weiter, so muss er stets prüfen, ob dieser Auslagenersatz umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht. Dabei ist zu beachten, ob der Er­satz Teil des Entgeltes ist und auf wen die ursprüngliche Rechnung ausgestellt wurde.

 

Auslagenersatz als Nebenleistung

Ein Leistungsaustausch setzt Leistung und Gegenleistung, das Vorliegen von zwei Beteiligten und die innere Verknüpfung zwischen Leistung und Gegenleistung voraus. Klassisches Beispiel ist die Lieferung einer Ware gegen ein bestimmtes Entgelt. Ein solcher Leistungsaustausch liegt...

REGISTRIERKASSA – ANFORDERUNGEN SEIT 01.04.2017

Seit 01.04.2017 müssen Registrierkassen verpflichtend mit einer technischen Sicherheitsein­richtung zum Schutz gegen Manipulation ausgestattet sein.

 

Ein aktiver Manipulationsschutz ist am Beleg durch den angedruckten QR-Code erkennbar, der einen individuellen Signatur­wert des jeweiligen Unternehmens für die Signierung der Barumsätze in der Registrierkassa beinhaltet. Die Barumsätze in der Registrierkassa werden in chronologischer Reihenfolge mit dieser Signatur verkettet. Wird eine Registrierkassa manipuliert, wird die geschlos­sene Barumsatzkette unter­brochen und die Manipulation somit erkennbar.

 


Seit 01.01.2016 müssen sämtliche Kassenbelege bereits...

AUFTRAGGEBERHAFTUNG BEI BAULEISTUNGEN

Wird die Erbringung von Bauleistungen von einem Bauunternehmer an ein anderes Unter­nehmen ganz oder teilweise weitergegeben, so haftet der Generalunternehmer für Sozial­versicherungsbeiträge und Lohnabgaben, die der Subunternehmer abzuführen hat.

 

Das Höchstausmaß der Haftung für lohnabhängige Abgaben sowie für Sozialversicherungsbeiträge beträgt dabei maximal 25 % des geleisteten Werklohnes. Die Haftung teilt sich auf zwischen Sozial­versicherung (20 %) und Finanzamt (5 %), wobei eine Inanspruchnahme des Generalunternehmers nur dann erfolgen kann, wenn gegen den Subunternehmer erfolglos Exekution geführt...

VERJÄHRUNGSFRISTEN IM STEUERRECHT

Ob Abgaben von der Behörde noch festgesetzt werden können oder bereits verjährt sind, muss stets im Einzelfall geprüft werden. Vom Grundsatz, dass die Verjährungsfrist fünf Jahre beträgt, gibt es nämlich zahlreiche Ausnahmen.

 

In der Bundesabgabenordnung sind zwei Arten von Verjährungen vorgesehen:

  • die Festsetzungsverjährung (auch Bemessungsverjährung genannt) und
  • die Einhebungsverjährung (Verjährung des Rechts, eine zuvor bereits festgesetzte Abgabe einzufordern).

Verjährungsfristen

Festsetzungsverjährung bedeutet, dass die Abgabenbehörde das Recht verliert, eine Abgabe bescheid­­­mäßig festzusetzen. Die Verjährungsfrist beträgt etwa bei der Veranlagung von Ein­kommensteuer,...