eccontis informiert

Feststellungsverfahren für ARGE über 700.000 EUR

Neue Arbeitsgemeinschaften (ARGE) über EUR 700.000,00 müssen ab 2015 Feststellungs-verfahren durchführen

 

Für ARGEs wurde bisher der Gewinn aus einem einzelnen Auftrag laufend, anteilig und direkt den einzelnen Gesellschaftern der ARGE zugeordnet. Ab der Veranlagung 2015 entfällt diese Vereinfachung, wenn die Auftragsvergabe EUR 700.000,00 übersteigt.

Personengesellschaften, wozu auch Gesellschaften bürgerlichen Rechts (kurz GesbR) zählen, sind aus einkommensteuerlicher Sicht kein eigenes Steuersubjekt und daher nicht selbst einkommensteuerpflichtig. Der Gewinn der Gesellschaft wird im Rahmen eines sogenannten Feststellungsverfahrens pro Kalenderjahr...

Basispauschalierung von Ausgaben und Vorsteuern

Wer seine Betriebsausgaben oder seine Vorsteuern pauschal ermittelt, kann nicht nur Steuern sondern auch viel Arbeit und Zeit sparen. Einige Dinge gilt es aber zu beachten, damit man die Pauschalierungsmöglichkeiten auch optimal nutzen kann.

 
Betriebsausgabenpauschale
Das Einkommensteuergesetz bietet allen Personen, die Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder aus Gewerbebetrieb erzielen, eine sehr einfach anzuwendende Pauschalierungs-möglichkeit, die auch „Basispauschalierung" genannt wird. Im Gegensatz zu den branchenspezifischen Pauschallierungen (wie zB für Gastwirte oder Handelsvertreter) kann die Basispauschalierung bei...

Unentgeltliche Mitarbeit im Familienbetrieb

Ehegatten, Kinder, Eltern und andere Familienmitglieder arbeiten oft im Familienbetrieb mit, ohne dafür entlohnt zu werden. Bei einer Überprüfung kann das zu Problemen führen, da aus Sicht der Sozialversicherung nur in wenigen Fällen eine unentgeltliche Mitarbeit vereinbart werden kann.

 

Häufig wird nämlich übersehen, dass auch mitarbeitende Familien-mitglieder regelmäßig einen Anspruch auf Entlohnung gemäß den gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Mindeststandards haben.

 

Mitarbeit von (Ehe-) Partnern im Familienbetrieb
Die Vereinbarung einer unentgeltlichen Mitarbeit zwischen Ehegatten ist unproblematisch, da die eheliche...

Immobilienvermietung und Immobilienverkauf – Privat

Veräußerungen von privaten Immobilien unterliegen der Immobilienbesteuerung. Allerdings sind solche Veräußerungserträge mit einem anderen Einkommensteuersatz als private Mieterträge belastet. Die nachfolgenden Ausführungen geben einen Überblick aus ertragsteuerlicher Sicht.

 

Die Besteuerung von so genanntem Immobilien-„Altvermögen“ (dieses liegt dann vor, wenn ein hypothetischer Verkauf der Liegenschaft am 31.03.2012 steuerfrei gewesen wäre, d.h. die frühere „Spekulationsfrist“ am 31.03.2012 abgelaufen war) erfolgt pauschal. Die Immobilienertragsteuer beträgt in diesem Fall effektiv 3,5 % des Veräußerungserlöses. Sofern die Liegenschaft – abgesehen von...

Arbeitnehmerentsendungen nach Österreich

Im Dezember 2014 wurde das Arbeitsrechtsänderungsgesetz 2014 (ARÄG 2014) beschlossen, welches in einigen Teilbereichen beachtliche Änderungen beinhaltet. Über die Verschärfungen beim Lohn- und Sozialdumping haben wir bereits in der Ausgabe 50/2014 vom 12.12.2014 berichtet. Im Folgenden sollen weitere wesentliche Aspekte des ARÄG 2014 im Zusammenhang mit Entsendungen nach Österreich dargestellt werden.

 

Arbeitgeber ohne Sitz in Österreich, welche Arbeitnehmer nach Österreich entsenden, müssen bestimmten Anzeige- und Dokumentationserfordernissen entsprechen. Den entsendeten Arbeitnehmern muss mindestens das gesetzliche, durch Verordnung...

Steuerliche Behandlung des Gesellschafter-Verrechnungskontos

Weit verbreitet ist die Praxis, dass der (Allein-) Gesellschafter aus seiner GmbH Geldmittel entnimmt und die entnommenen Beträge in der GmbH auf einem Verrechnungskonto verbucht werden. Oft werden die entnommenen Gelder auch zur Abdeckung von Ausgaben der privaten Lebensführung des Gesellschafters verwendet. Werden derartige Verbindlichkeiten durch den Gesellschafter jedoch nicht zeitnah ausgeglichen, so werden diese von der Finanzverwaltung und der Judikatur immer wieder als verdeckte Ausschüttung behandelt und lösen 25 % KESt aus.

 
Gesellschafter und...

Arzt und Umsatzsteuer – Für welche Tätigkeiten gilt die USt-Befreiung?

Ärzte sind mit ihren Umsätzen von der Umsatzsteuer befreit, dafür haben sie auch keinen Vorsteuerabzug aus den erhaltenen Eingangsrechnungen. Doch gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel! Die unechte Steuerbefreiung der Ärzte bezieht sich nämlich nur auf die Ausübung der Heilkunde gemäß Ärztegesetz 1998. Andere Tätigkeiten des Arztes können durchaus umsatzsteuerpflichtig sein.

 
Ausübung der Heilkunde
Die Umsatzsteuerbefreiung setzt ganz allgemein eine "Tätigkeit als Arzt" voraus. Diese ist die Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung "Arzt"...

Meldung von Begünstigten einer Privatstiftung!

Seit dem Budgetbegleitgesetz 2011 ist im Privatstiftungsgesetz verankert, dass der Stiftungsvorstand die festgestellten Begünstigten unverzüglich dem zuständigen Finanzamt elektronisch mitteilen muss.

 
Dabei mussten bis zum 30.6.2011 die Begünstigten erstmalig gemeldet werden. Alle seither erfolgten Veränderungen bei den Begünstigten sind dem Finanzamt unverzüglich zu melden. Unter „unverzüglich“ versteht das Finanzministerium eine Meldung innerhalb von vier Wochen. Dabei ist dem Finanzamt der Name, das Geburtsdatum sowie das Land bzw Firma und Land des Begünstigten bekannt zu geben.

Brisanz...

Korrekte Reverse-Charge-Rechnungen bei Dienstleistungen über die Grenze!

Seit 2013 müssen Rechnungen über Reverse-Charge-Leistungen ins Ausland nach den Vorschriften des österreichischen Umsatzsteuergesetzes erstellt werden. Die Rechnung des inländischen leistenden Unternehmers hat dabei bestimmte Merkmale zu beinhalten.

 
Das österreichische Umsatzsteuersystem sieht vor, dass der Erbringer einer Lieferung oder sonstigen Leistung Schuldner der Umsatzsteuer ist und damit diese in der Regel an das Finanzamt abzuführen hat.

Werden hingegen Dienstleistungen von einem inländischen Unternehmer an einen ausländischen Unternehmer erbracht (bei sogenannten B2B-Leistungen), verlagert sich dadurch der umsatzsteuerliche...

Meldepflicht von Honoraren gemäß § 109a und § 109b EStG nicht vergessen!

Unternehmer und Vereine haben unter Umständen jährliche Meldeverpflichtungen im Zusammenhang mit Honoraren und Vergütungen, die sie an selbständig tätige Dritte bezahlt haben, zu beachten.


1. Meldung von Honoraren an Freie Dienstnehmer, Vertragsende, etc gemäß § 109 a EStG

Damit die Finanz kontrollieren kann, ob diejenigen, die ihre Steuer selbst abführen müssen, dies auch tatsächlich tun, wurde für bestimmte Personen Meldepflichten eingeführt (§ 109a EStG).
Meldepflichtig sind Vergütungen für Leistungen als:

  • Freier Dienstnehmer
  • Vortragender, Lehrender und Unterrichtender
  • Stiftungsvorstand
  • Aufsichts- und...