Tag Archives: Umsatzsteuer

SCHADENERSATZ UND UMSATZSTEUER

Ausgangsrechnungen, die ein geschädigter Unternehmer unter dem Titel Kosten- oder Schadenersatz an den Schädiger ausstellt, werfen oft die Frage auf, ob in diesen Rechnungen Umsatzsteuer ausgewiesen werden muss.

 

Zur Lösung dieser Frage ist zunächst zwischen echtem und unechtem Schadenersatz zu unterscheiden.

 

Echter Schadenersatz

Echter Schadenersatz wird dann geleistet, wenn ein Schaden verursacht wurde und für diesen Schaden einzustehen ist. Die Zahlungen stellen kein Entgelt für eine Leistung, die der Geschädigte erbringt, dar. Somit erfolgt bei einem echten Schadenersatz...

UMSATZSTEUERPFLICHT IN DER SCHWEIZ

Aufgrund von Änderungen im Schweizer Umsatzsteuerrecht kommt es seit 01.01.2018 für ausländische und somit auch für österreichische Unternehmer, die Leistungen in der Schweiz erbringen, zu Verschärfungen.

 

Bis 31.12.2017 wurden Unternehmen mit Sitz im Ausland in der Schweiz umsatzsteuerpflichtig, wenn sie in der Schweiz steuerbare Leistungen von jährlich mindestens CHF 100.000,00 erbracht haben. Seit 01.01.2018 ist jedoch der weltweite Umsatz eines Unternehmers für die Umsatzsteuerpflicht in der Schweiz maßgebend. Somit können Unternehmen mit Sitz im Ausland bereits...

UMSATZSTEUER – WAHLRECHTE ZU JAHRESBEGINN

Möchte ein Unternehmer in die Kleinunternehmerregelung zurückkehren, von der umsatzsteuerlichen Ist-Besteuerung zur Soll-Besteuerung wechseln oder freiwillig die monatsweise Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) durchführen, muss auf die entsprechenden Fristen zur Antragstellung geachtet werden. 

 

1. RÜCKKEHR IN DIE KLEINUNTERNEHMERREGELUNG

 

Kleinunternehmer sind Unternehmer, die im Inland ihr Unternehmen betreiben und deren Umsätze EUR 30.000 netto jährlich nicht überschreiten. Kleinunternehmer müssen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, haben jedoch auch keine Möglichkeit, sich die an sie verrechnete Vorsteuer beim Finanzamt zurückzuholen.

 

Auf...

LIEGENSCHAFTSVERKAUF UND VORSTEUERBERICHTIGUNG

Beim Verkauf von sanierten Liegenschaften kann es zu einer erheblichen Umsatzsteuerbelastung aufgrund der Vorsteuerberichtigung kommen.

 

Ändern sich bei einer Liegenschaft nachträglich die für den Vorsteuerabzug maßgeblichen Verhältnisse (Wechsel von der Umsatzsteuerpflicht zur Umsatzsteuerbefreiung oder umgekehrt), hat unter bestimmten Voraussetzungen eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs zu erfolgen. Ein Teil der zunächst abgezogenen Vorsteuern muss dann an das Finanzamt rückerstattet werden. Der Vorsteuerberichtigungszeitraum beträgt bei Grundstücken einschließlich der aktivierungspflichtigen Aufwendungen und der Kosten für Großreparaturen 20 Jahre (bis 2012:...

VORSTEUERABZUG UND UID-NUMMER

Um den Verlust des Vorsteuerabzuges zu vermeiden, sollte neben der Überprüfung der Rechnungsmerkmale auch die Gültigkeit der UID-Nummer eines Geschäftspartners geprüft werden.

 

Erbringt ein Unternehmer einen steuerbaren Umsatz an einen anderen Unternehmer, so ist der leistende Unternehmer verpflichtet, über die erbrachte Lieferung oder Leistung eine Rechnung auszustellen. Nur wenn die Rechnung den gesetzlichen Vorschriften entspricht, steht dem leistungsempfangenden Unternehmer der Vorsteuerabzug zu.

 

Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen Rechnungen deren Gesamtbetrag EUR 400 (inkl USt) übersteigt, insbesondere folgende...

WEITERVERRECHNUNGEN UND UMSATZSTEUER

Verrechnet ein Unternehmer Kosten an seine Kunden weiter, so muss er stets prüfen, ob dieser Auslagenersatz umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht. Dabei ist zu beachten, ob der Er­satz Teil des Entgeltes ist und auf wen die ursprüngliche Rechnung ausgestellt wurde.

 

Auslagenersatz als Nebenleistung

Ein Leistungsaustausch setzt Leistung und Gegenleistung, das Vorliegen von zwei Beteiligten und die innere Verknüpfung zwischen Leistung und Gegenleistung voraus. Klassisches Beispiel ist die Lieferung einer Ware gegen ein bestimmtes Entgelt. Ein solcher Leistungsaustausch liegt...

VERMIETUNG VON GRUNDSTÜCKEN UND UMSATZSTEUER

Seit 01.01.2017 ist eine kurzfristige Vermietung (= nicht mehr als 14 Tage) zwingend steuer­pflichtig, wenn ein Unternehmer ein Grundstück sonst nur zur Ausführung von Um­sätzen verwendet, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen.

 

Grundstücksbegriff

Zum Begriff des Grundstücks zählt neben dem Grundstück selbst auch das darauf befindliche Gebäude oder Bauwerk, wesentliche Bestandteile des Gebäudes oder Bauwerks (zB Türen, Fenster, Treppenhäuser, Aufzüge etc) sowie Ausstattungsgegenstände oder Maschinen, die auf Dauer in einem Gebäude oder Bauwerk installiert sind, und die nicht...

VORSTEUERRÜCKERSTATTUNG FÜR 2016

Wenn Sie als Unternehmer Rechnungen aus in anderen Staaten in Anspruch genommenen Leist­ungen (zB Nächtigungskosten, Geschäftsessen) erhalten, so können Sie die darin ent­haltenen Um­satz­steuerbeträge im Vorsteuerrückerstattungsverfahren von den ausländischen Steuerbehörden zurückfordern.

 

Für die Einreichung von Vorsteuerrückerstattungsanträgen sind zwei Fristen unbedingt zu be­achten:

  • der 30.06.2017 gegenüber Drittstaaten und
  • der 30.09.2017 gegenüber EU-Mitgliedstaaten.

Der unterschiedliche Verfahrensablauf stellt sich wie folgt dar.

 
1. RÜCKERSTATTUNG VON VORSTEUERN IN DRITTSTAATEN (ZB SCHWEIZ)

 

  • Der Vergütungsantrag sowie sämtliche Dokumente und Belege müssen bis spätestens 30.06. im Original...

UMSATZSTEUER BEI DREIECKSGESCHÄFTEN

Bei Lieferungen von Waren an denen mehrere, in unterschiedlichen Staaten ansässige Unter­nehmer beteiligt sind, kann es aus umsatzsteuerlicher Sicht für den österreichischen Unter­nehmer zu zusätzlichen Verpflichtungen kommen.

 

So ist der österreichische Unternehmer unter Umständen dazu gezwungen, sich im Ausland für um­satzsteuerliche Zwecke registrieren zu lassen und dort neben monatlichen Umsatzsteuervor­an­meldungen auch eine Umsatzsteuerjahreserklärung (gegebenenfalls über einen lokalen Finanz­vertreter) abzugeben. In diesem Zusammenhang enthält das österreichische Umsatzsteuergesetz für sogenannte innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte jedoch Vereinfachungsregeln, bei welchen strenge Formalerfordernisse...

GESCHÄFTSFÜHRER UND UMSATZSTEUER

GmbH Gesellschafter-Geschäftsführer können eigenständige Unternehmer im Sinne des Um­satz­steuer­ge­setzes sein, wenn sie die Geschäftsführung selbständig ausüben. In diesem Fall kann somit auch ein umsatzsteuerpflichtiger Leistungsaustausch vorliegen.

 

1. GESELLSCHAFTER-GESCHÄFTSFÜHRER

 

Bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer sind für die Frage, ob die Tätigkeit selbständig im Sinne des Umsatzsteuergesetzes ausgeübt wird, die Beteiligungshöhe und das Vorliegen gesellschafts­ver­trag­licher Sonderbestimmungen (Sperrminorität, Syndikatsvereinbarung) von Bedeutung.

 

Der Gesellschafter-Geschäftsführer wird bei einer Höhe des Gesellschaftsanteils von 50 % oder mehr oder bei Vorliegen einer Sperrminorität im Falle einer Beteiligung...